Erotomanie - Übersteigerter Sexualtrieb

Der Begriff Erotomanie bezeichnet ganz allgemein einen krankhaft übersteigerten Sexualtrieb, bzw. Geschlechtstrieb. Im Gegensatz zum Ausdruck der Nymphomanie bei Frauen wird der Begriff allerdings von vielen Psychologen abgelehnt, da die reine Anzahl an sexuellen Handlungen nicht als geeignetes Maß für eine Bezeichnung als krankhaft herangezogen werden könne.

Im Unterschied zur Nymphomanie - wo die krankhafte Ausprägung vor allem auch aus dem Wunsch nach immer wechselnden Geschlechtspartnern erwächst - ist die Erotomanie nicht unbedingt promisk, sondern bezieht sich sehr häufig auf den Sexualtrieb gegenüber einem festen Sexualpartner.

Umgangssprachliche Sexsucht

Da in der heutigen Zeit bei ungewöhnlichen Ausprägungen gerne immer sofort von einer "Sucht" gesprochen wird, hat sich in der Umgangssprache natürlich auch hier sehr schnell der Begriff "Sexsucht" gebildet. Allgemein anerkannt ist der Begriff jedoch nicht, da zumeist die mit Suchterscheinungen einhergehenden Symptome wie Besessenheit oder Machtlosigkeit fehlen.

Folgen von Erotomanie

Übersteigertes und krankhaftes Sexualverhalten führt zumeist zu Schuldgefühlen, Vereinsamung und schließlich zu Depressionen. Diese rühren zumeist aus Problemen in der Partnerfindung und Problemen innerhalb einer Partnerschaft her, wenn der Lebenspartner die sexuellen Bedürfnisse des Betroffenen nicht erfüllen kann oder möchte.

Die Behandlung einer Erotomanie geschieht entweder im Rahmen von Selbsthilfegruppen durch den konstruktiven Austausch mit Leidensgenossen, oder direkt durch psychiatrische Betreuung.

 

 



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